Hundeschule auf dem Stünzel

Bilder vom 23.05.2009 klick hier

Nach der Hundeschule gibt es bei Kaffee und Kuchen noch viel zu erzählen !!


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Hundeschule Samstags von 15 Uhr bis ca.16 Uhr

 

Berichte aus der WP

Auf vier Pfoten dem Täter auf den Fersen

Stünzel. (mb) "Stellen Sie sich vor, Sie gehen hier spazieren, und plötzlich kommt jemand, der Ihnen die Handtasche entreißt. Was können Sie tun?" Heinrich Stenger, Diensthundeführer a.D. der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein, mimt beim Gemeindefest auf dem Stünzel einen Verbrecher und raubt Helga Pöppel die Handtasche.


"Bleiben Sie stehen!", ruft die Bestohlene noch hinterher, aber der Handtaschendieb rennt davon. Jetzt kommt Dackel "Franz" zum Einsatz. Er nimmt die Verfolgung auf und schnappt den Arm des Täters. Alles Schreien und Schütteln hilft nichts mehr, "Franz" hat sich fest in den Arm des Kriminellen verbissen und lässt nicht mehr locker.

Diese Verbrecherjagd war nicht das Einzige, was die Polizeihundefreunde dem Publikum demonstrierten. Alfred Fischer zeigte mit seinem Rottweiler, dass die Hunde durch Tunnel laufen können und jedes Kommando ihres Herrchens genau befolgen, was übrigens hervorragend klappte. Andere der vierbeinigen Freunde mussten über steile Wände laufen und die Rottweilerhündin von Heinrich Stenger musste sogar für ihr Herrchen "durchs Feuer gehen".

Ein weiterer Höhepunkt waren die Darbietungen der drei Diensthundeführer der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein. Sie zeigten, wie ihre Hunde Rauschgift suchen, das im Anhänger von Heinrich Stenger versteckt war. "Es wird oft vermutet, dass die Hunde dadurch abhängig werden. Das ist jedoch nicht so, denn das Spielzeug, mit dem wir mit trainieren, hat nur denselben Geruch wie Rauschgift", erklärte Bernd Gäbel, erfahrener Diensthundeführer bei der Polizei.

Uwe Neussers Hund "Eron" musste Gegenstände anzeigen, die auf einer Wiese verstreut waren. "Eine solche Suche wird nach Einbrüchen gemacht, wenn der Täter etwas verloren haben könnte. Der Hund darf dabei die Gegenstände nicht aufnehmen, sondern nur anzeigen, damit wichtige Spuren erhalten bleiben", so Bernd Gäbel zur Vorgehensweise.

"Hier ist die Polizei! Bleiben Sie stehen, oder setze ich meinen Diensthund ein!" ruft Bernd Gäbel warnend, dennoch läuft der Verdächtige davon. Schnauzer "Alf" nimmt die Verfolgung auf und stellt den Flüchtigen, der dann festgenommen werden kann.

" Und jetzt kommt das Dog-Dancing", kündigt Heinrich Stenger an. Da ertönt auch schon die Musik und zwei junge Damen und ihre Hunde beginnen zu tanzen - sehr zur Freude des Publikums. Bei der Veranstaltung "Rock in die Ferien" sind die tanzenden Hunde erneut zu bewundern.

15.07.2004

Quelle: http://www.westfalenpost.de/wp/wp.inderregion.volltext.php?kennung=on1wpLOKStaBad Berleburg38182&zulieferer=wp&kategorie=LOK&rubrik=Stadt&region=Bad%20Berleburg&auftritt=&dbserver=1

 

Heinrich Stenger informiert über "Kommissar Rex aus Wittgenstein"
Film und Wirklichkeit
unterscheiden sich

Von Kristina Löcker und Sabrina Stopfer
Klasse 9b, Städtisches Gymnasium Bad Laasphe

                                                    

Von hundert angebotenen Hunden sind oft nur zwei wirklich für den Polizeidienst geeignet - überwiegend werden dabei Schäferhunde, Riesenschnauzer und Rottweiler eingesetzt.

Wittgenstein.
Wir haben uns gefragt, wie weit Wirklichkeit und Fernsehdarstellung auseinandergehen. Ist ein Hund, der seinem menschlichen Kollegen die Wurstsemmel klaut, für den Polizeidienst geeignet? Ist es Realität, dass der Vierbeiner neben seinem Herrchen auf dem Beifahrersitz mit 140 km/h auf Verbrecherjagd geht?

Wir wollten wissen, was ein Hund im Polizeidienst alles leisten muss. Dazu befragten wir den ehemaligen Polizeihundeführer
des Kreises Wittgenstein, Polizeioberkommissar a.D.
Heinrich Stenger.

Durch ihn erfuhren wir, dass die Auswahlkriterien zum Polizeihund sehr streng sind. Von 100 angebotenen Hunden sind oft nur zwei wirklich für den Dienst geeignet. Deshalb hat man in Stukenbrock ein besonderes Zuchtprogramm gestartet.

Nicht alle Hunderassen eignen sich für den schwierigen Polizeidienst, überwiegend werden Schäferhunde, Riesenschnauzer und Rottweiler eingesetzt. Aber auch
Terrier und Boxer, sowie Mischlinge, die die vorgeschriebene Mindestgröße aufweisen, werden verwendet.

Welcher Hund für welche Polizeiaufgaben geeignet ist, richtet sich nach den speziellen Triebanlagen wie Kampf-, Schutz- und Besitztrieb, die bei jedem Tier unterschiedlich ausgeprägt sind. Heinrich Stenger berichtete, dass ein Polizeihund eine
dreijährige Ausbildung brauche, bevor er das erste Mal eingesetzt werden könne. Auch der Polizist wird in speziellen Lehrgängen ausgebildet. Danach müssen sie sich ständig weiteren Prüfungen unterziehen.

Genau wie bei Kommissar Rex und seinem Herrchen ist es eine wichtige Voraussetzung, dass Hund und Hundeführer gut miteinander harmonieren, denn im Einsatz müssen sie sich hundertprozentig aufeinander verlassen können.

Das Tätigkeitsfeld der Hunde reicht von Drogen- und Waffensuche über Aufspüren von Vermissten oder Leichen bis hin zum Stellen eines Straftäters. Aufgrund der 250 Millionen Riechzellen
(der Mensch hat ca. 20 Millionen) können die Hunde bis zu einer Million Gerüche aufnehmen, speichern und wiedererkennen.
Die biochemischen Veränderungen in unserem Körper, z.B. Angst, Stress, Trauer, Wut, Lügen, Aggression, werden vom Hund gewittert. Sie werden deshalb besonders bei der Spurensuche eingesetzt.

Anders als bei Kommissar Rex reagiert der Polizeihund bei verschiedenen Einsätzen nur auf das Kommando seines Hundeführers. Auf der Fahrt zum Einsatzort sitzt der Vierbeiner auch nicht auf dem Beifahrersitz, sondern hat seinen gesicherten Platz hinten im Einsatzwagen. Der Diensthund führt keine selbständigen Entscheidungen durch, wie man das bei dem
TV-Kollegen beobachten kann.
Als Fazit kann man sagen, Film und Wirklichkeit unterscheiden sich doch sehr. Im Dienstalltag gibt es nicht so spektakuläre Einsätze wie im TV. Doch nicht ohne Stolz verwies
Heinrich Stenger auf viele erfolgreich ausgeführte Einsätze mit seinen vierbeinigen Partnern.


erschienen in der WP Bad Berleburg am 30. April 2002

Polizeihunde verstärken das Sicherheitsgefühl der Bürger in Wittgenstein
           Sie gehorchen Herrchen

Von Rebecca Scharf und Ann-Kathrine Kalkbrenner
Klasse 8b Joh.-Althusius-Gymnasium Bad Berleburg

                                                                            

Polizeihundeführer a.D. Heinrich Stenger (Hintergrund) erklärte den ZEUS-Teilnehmern "live" die Aufgaben von Polizeihunden, von denen im Kreisgebiet momentan drei eingesetzt sind.

Bad Berleburg/Stünzel.
Polizeihunde sind zu jeder Tages- und Nachtzeit da einsatzfähig, wo Gefahr droht und sie benötigt werden. Außerdem sichern sie Polizeibeamte wirkungsvoll ab. Im Gespräch mit Heinrich Stenger, Polizeihundeführer a.D., berichtet er über die vielen Aufgaben eines Polizeihundes und dessen Führer.

Beide benötigen dafür zuerst eine Ausbildung an der Polizeihundeschule in Stuckenbrock, die der Hund mit eineinhalb bis zwei Jahren beginnt. Nach Abschluss dieser Ausbildung können sie sich auf verschiedene Einsatzgebiete spezialisieren: ,,Der Diensthund ist wegen seines ausgeprägten Wahrnehmungsvermögens, seiner Schnelligkeit und Wahrhaftigkeit ein vielseitiges und wichtiges Einsatzmittel der Polizei", sagt Heinrich Stenger.

Als Hilfsmittel der körperlichen Gewalt eignen sich Diensthunde besonders zur Durchsetzung polizeilicher Maßnahmen in der Strafverfolgung und Gefahrenabwehr. Im Rahmen von
Schutz- und Sicherungsaufgaben können sie andere Aufgaben der Polizei sinnvoll ergänzen und sind ein wirkungsvolles und geeignetes Mittel der Eigensicherung.

Bei Durchsuchungen von Personen oder Sachen können Spürhunde zum Auffinden von Sprengstoff, Waffen, Munition oder Rauschgift eingesetzt werden, aber auch bei der Leichensuche. Im Strafverfahren können Geruchsspurenvergleichshunde zur Prüfung der Fragen eingesetzt werden, ob sich ein bekannter Tatverdächtiger oder Zeuge am Tatort aufgehalten hat bzw. mit einem Beweisstück in Berührung gekommen ist.

Polizeihund kann eigentlich jeder Hund werden, aber er braucht eine geeignete Größe und natürlich Triebanlagen wie z.B. den Spiel-, den Beute-, sowie den Schutz- und Verfolgungstrieb.

Gebrauchshunderassen sind Schäferhunde, Rottweiler, Boxer, Edelterrier, Riesenschnauzer und Hovawarte, aber die Auswahl bei den Polizeihunden ist sehr schwierig, weil von hundert Hunden nur ca. fünf den Anforderungen entsprechen.

Die Hundeführer müssen außerdem einen besonderen Erfolg in der Kriminalitätsbekämpfung geleistet haben und selbstständiges Arbeiten gewöhnt sein, um ein Polizeihundeführer zu werden.
Ein Polizeihund wird in der Regel acht bis neun Jahre im Polizeidienst eingesetzt, weil er schwere Belastungen in seinem Dienst mitmachen muss.
Früher wurden Polizeihunde angekauft, heute aber werden sie schon an Polizeihundeschulen gezüchtet. Jedes Jahr muss sich ein Polizeihundeführer mit seinem Hund einer erneuten Prüfung auf Dienstfähigkeit unterziehen.

Im Kreis Siegen-Wittgenstein gibt es zurzeit drei Diensthunde, von denen zwei Rauschgiftspürhunde sind.


erschienen in der WP Bad Berleburg am 26. März 2002